Leserbrief: „Experiment Domherrenhof“

Liebe Redaktion M21!

Letzte Woche eröffnete ein Klinikbetreiber in Meißen ein → Tagungshotel***** mit Restaurant in den alten Gemäuern des Domherrenhof zu Meißen. Endlich ein Fünf Sterne Etablissement in der Domstadt. Großer Jubel, Sekt und Schnittchen.

Nachdenklich machten mich die Worte von Herrn Markus H. Funk (Vorstand der Elblandkliniken): „Eigentlich sei es nicht Aufgabe eines Klinikunternehmens, Hotels zu bauen und Restaurants einzurichten.“ Welch wahre Worte, denn als Kaufmännischer Vorstand ist doch seine Profession, sich in den Finanzen zurechtfinden? Herr Funk gilt durchaus als experimentierfreudig, wie seine Biografie erkennen lässt. Mal in Deutschland, mal in Österreich, mal private Klinik, einmal öffentliche Hand. Er hinterlässt Spuren.

Jetzt schenkt er den Meißnern und seinen Gästen als Ergänzung zum Klinikbetrieb ein Hotel mit Restaurant. Genau das fehlte im Portfolio der Elblandkliniken in Meißen. Oder handelt es sich bei dem Tagungshotel um ein → Proof of Conzept?

Vielleicht müssen demnächst keine Kliniken mehr geschlossen werden, wie in Lommatzsch. Sie werden umgebaut zu Hotels und das Personal in Kellner und Zimmermädchen umgeschult. Ein Mehrgewinn für alle.

Ich frage mich: „Woher kommt das ganze Geld bzw. wer bezahlt eigentlich solche gastronomischen Experimente?“
Keine Angst lieber Meißner die Elblandkliniken werden nicht Pleite gehen, sie sind ja ein öffentliches Unternehmen. Denn es ist deine Klinik, unser aller Geld.

Oder irre ich mich?

Mit freundlichen Grüßen
H.K. aus Lommatzsch

AntwortM21: Ja, es ist nicht ihr Geld. Keine Angst, es bezahlen doch die Krankenkassen.