Leserbrief: „Nicht nur Heinrich I. ist weg“

Hallo Meissen21 Redaktion,

ich kann Ihre Sorge um das Verschwinden Ihres Stadtgründers Heinrich I. teilen.
Meine Vermutung ist, dass er wohl einfach genug hatte vom Streit und selbstherrlichen Gehabe der aktuellen Stadtfürsten.
Ein Stadtrat nach dem anderen verlässt den Ratssaal und wirft sozusagen das Handtuch. Ein vernünftiger Dialog zwischen Verwaltung und Bürgern ist nicht mehr gegeben und jeder zieht sich auf seine Position zurück und schmollt.
Aber historisch gesehen befindet sich Meißen damit in einem immer wiederkehrenden Kreislauf. Es gab bereits 1576 einen berühmten Flüchtling aus Meißen, den Bischof Benno. Obwohl Bischof Benno offiziell durch Papst Hadrian VI. am 31. Mai 1523 heilig gesprochen wurde musste er im Sarg fluchtartig die Stadt verlassen. Der Prophet gilt eben im eigenen Lande nichts.

Ganz in diesem Sinne wird ja auch heutzutage wieder in Meißen regiert, die „Propheten“ verlassen Abends nach getaner Arbeit fluchtartig die Stadt und lassen die Meißner im Elbtalkessel allein.

Mit freundlichem Gruß
Helmut F.

PS: Wer sich wieder in den Schutz des Heiligen Bischof Benno begeben will, dem empfehle ich die Umsiedlung nach Berlin, Görlitz oder München. Für diese Städte ist er mittlerweile als Schutzpatron tätig. Oder sie suchen nach der Stadt die Heinrich I. Asyl angeboten hat.